Hyperkaliämie
- Von Tobias Lesch
- Veröffentlicht 08.10.08
- Krankheiten
-
Bewertung:
Nicht bewertet
Einführung
Im Blut gelöst sind lebenswichtige Mineralsalze wie z.B. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid.
Besonders wichtig ist der Gehalt an Natrium und Kalium im Blut. Natrium befindet sich hauptsächlich gelöst außerhalb der Körperzellen in der Körperflüssigkeit einschließlich des Blutvolumes.
Kalium hingegen befindet sich hauptsächlich innerhalb der Körperzellen.
Das Gleichgewicht von Kalium außerhalb der Zellen mit dem Natrium innerhalb der Zellen ist für den Körper von lebenswichtiger Bedeutung. Die Niere ist das entscheidende Organ, um in den Natrium/Kaliumhaushalt einzugreifen. Befindet sich zuviel Kalium in Blut (z.B. durch reichlichen Verzehr von Bananen) wird vermehrt Kalium über die Nieren ausgeschieden.
Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einem Überschuss an Kalium, zur sogenannten "Hyperkaliämie" kommen. Da der Kaliumwert außerhalb der Zellen nur in ganz engen Grenzen schwanken darf, ist dies eine lebensgefährliche Situation. Letztendlich kommt es dann zu einer Lähmung der Muskulatur, einschließlich der Muskulatur des Herzens, damit zum Herzstillstand.
In der Herzchirugie macht man sich diese Eigenschaft eines hohen Kaliumspiegels zu Nutze. Bei einer Bypassoperation wird das Herz in einer sogenannten "kardioplegen Lösung", also einer Lösung mit stark erhöhtem Kaliumanteil ruhiggestellt, man kann dann ungestört die Bypassgefäße annähen.
Kommentar 