Werden glaukomtypische Schädigungen festgestellt, so muss eine dauerhafte Therapie erfolgen. Einmal aufgetretene Schäden sind dabei nicht wieder rückgängig zu machen. Therapieziel ist das Verhindern eines Fortschreitens der Erkrankung.

Medikamentöse Therapie

Zur medikamentösen Therpie des Glaukoms stehen verschiedene Substanzen zur Verfügung:

  • Beta-Blocker (z.B. Timolol, Betamann uvm.)
  • Cholinergika (Carbachol, Pilocarpin)
  • Alpha-Sympathikomimetika (Alphagan, Iopidine)
  • Carboanhydrasehemmer lokal in Augentropfen (Azopt, Trusopt) und systemisch u.a. als Tabletten (z.B. Diamox)
  • Prostaglandine lokal in Augentropfen (Xalatan, Travatan, Lumigan)
Die Prostaglandine erhöhen die Durchlässigkeit des Ciliarkörpers und der so genannte nicht konventionelle Abfluss wird gesteigert.

Angestrebt wird, abhängig von der Ausgangslage des Augeninnendruckes eine dauerhafte Drucksenkung auf unter 15 mmHg - jedenfalls soweit, dass die Erkrankung zum Stillstand gelangt. Die oben genannten Medikamente können auch kombiniert werden. Zur einfacheren Applikation sind auch Kombinationspräparate (z.B. Timpilo, Cosopt, Xalacom) verfügbar. In jedem Fall handelt es sich um eine dauerhafte - lebenslange Therapie.

Bei Sekundärglaukomen kann zusätzlich die Therapie der Grunderkrankung erforderlich sein.

Wird durch die medikamentöse Therapie keine adäquate Drucksenkung erreicht, so ist die Erhaltung des Sehvermögens nur durch eine Operation möglich.