Das Hepatitis C-Virus (HCV) wurde im Jahre 1988 mit Hilfe gentechnischer Methoden (Nachweis des Erbmaterials) erstmals identifiziert (Vorher Hepatitis non A non B). Es ist ein 45 nm großes behülltes DNA-Virus aus der Familie der Flaviviren. Die Hepatitis C ist eine der Infektionskrankheiten, die in der Akutphase aufgrund des meist symptomlosen oder symptomarmen Verlaufes oftmals nicht diagnostiziert werden können. Die Erkrankung wird nach einer Inkubationszeit von 3-12 Wochen in vielen Fällen vom Betroffenen gar nicht oder lediglich als vermeintlich grippaler Infekt wahrgenommen.

Die Akutphase geht jedoch in mehr als 70% der Fälle in eine chronische Verlaufsform über. Bleibt die Infektion unbehandelt, so führt sie bei ca. 1/4 der Patienten im Langzeitverlauf nach etwa 20 Jahren zur Leberzirrhose. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für ein Leberzellkarzinom.