Lymphknoten
- Von Thomas Kern
- Veröffentlicht 10.10.08
- Anatomie
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Einführung
Ein Lymphknoten ist eine "Filterstation" für die Lymphe (= Gewebswasser). Jeder Lymphknoten ist für die Aufnahme und Filterung der Lymphe einer Körperregion zuständig.
Lymphknoten gehören zum Abwehrsystem ("Immunsystem") eines Organismus.
Man findet sie beim Menschen und bei allen Säugetieren, in primitiver Form auch bei Vögeln.
Als Abkürzung für Lymphknoten wird zumeist LK verwendet. Im Englischen heißt ein Lymphknoten Lymph node. Im Lateinischen Nodus lymphaticus oder Lymphonodus (Ln.).
Lymphknoten sind normalerweise beim Menschen circa 5 - 10 mm groß und sind oval oder unregelmäßig geformt, in der Leiste und am Hals können Sie auch bis 20 mm groß werden.
Sind sie größer als 2 cm und nehmen eine kugelige Gestalt an, dann sind sie aktiviert und als krankhaft zu bezeichnen. Bei Tieren können Lymphknoten zu sehr großen Gebilden verschmelzen. So ist beispielsweise der Kniefaltenlymphknoten beim Rind bis zu 11 cm lang und 2 cm dick.
Aktivierte Lymphknoten haben im Ultraschall einen verbreiterten dunklen Rand und sind vermehrt durchblutet.
Man kann die Lymphknoten mit den Polizeistationen in einer Stadt vergleichen. Ist wenig los in einem Stadtteil, dann ist die Polizeistation nur gering besetzt. Kommt es immer wieder zu Problemen, muss die Polizeistation verstärkt werden.
Ein Lymphknoten wird in aller Regel erst wahrgenommen, wenn er angeschwollen ist. Dies ist dann Ausdruck eines "vollen Filterbeutels" z.B. mit Bakterien oder auch Metastasen.