Das
Herz (lat.
Cor) ist ein muskuläres Hohlorgan, das den Körper durch rhythmische Kontraktionen mit Blut versorgt und dadurch die Durchblutung aller Organe sichert. Das Gewicht beträgt etwa 0,5% des Körpergewichts und liegt im Durchschnitt zwischen 300 und 350g. Die Gestalt des Herzens gleicht einem gut faustgroßen, abgerundeten Kegel, dessen Spitze nach unten und etwas nach links vorne weist. Das Herz sitzt beim Menschen grob in der linken Körperhälfte (Beispiele: weiter unten unter Topographie), in seltenen Fällen in der rechten Körperhälfte (die so genannte
Dextrokardie), meist mit Situs inversus).
Das Herz des Menschen setzt sich zusammen aus
- der rechten Herzhälfte, die das Blut durch den Kreislauf der Lunge pumpt (kleiner Kreislauf) und
- der linken Herzhälfte, die das Blut durch den restlichen Körper befördert (großer Kreislauf).
Da der Gesamtgefäßwiderstand des Körperkreislaufs wesentlich größer ist als der des Lungenkreislaufs, muss die linke Herzkammer (s. u.) eine erheblich größere Druckarbeit verrichten und weist daher eine deutlich stärkere Wanddicke auf als die rechte. Das Füllungs- und Schlagvolumen beider Herzkammern ist jedoch logischerweise gleich.