Zeit
- Von Tobias Lesch
- Veröffentlicht 18.06.08
- Philosophie
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Bewertung:
Nicht bewertet
Zeit in der Literatur
In der Literatur, besonders der Science-Fiction werden Abweichungen vom Fluss der Zeit behandelt. Wie auch in der Physik ist Zeit Distanz zwischen Ereignissen, allerdings hier die subjektiv empfundene Distanz. Die Zeit wird allerdings nicht als kontinuierlich in einer Richtung fließend gesehen und behandelt. Das klassische und bekannteste Werk der Science-Fiction-Literatur ist Herbert George Wells Zeitmaschine, in dem durch entsprechende, nicht näher beschriebene Techniken der kontinuierliche Fluss der Zeit manipuliert werden kann. Literatur dieser Art thematisiert auf diese Weise auch das Kausalitätsprinzip.
Ein weiteres Stilmittel ist die rückwärtige Erzählung einer Geschichte. Pfeil der Zeit von Martin Amis ist hierfür ein gutes Beispiel. Im Film wurde dieses Stilmittel u. a. in Memento verwendet. Diese Erzählweise dient der Aufbrechung der Seh- und Denkgewohnheiten und problematisiert ebenfalls die deterministische Sichtweise.
Ein Buch, das sich auf andere Weise mit der Zeit befasst, ist Momo von Michael Ende. In diesem Buch wird Zeit vor allem als erlebte Zeit betrachtet. In der Geschichte geht es um Zeitdiebe, die "grauen Herren", die den Menschen die Zeit stehlen, indem sie sie dazu bringen, Zeit zu sparen. Sie selbst leben dann von gestohlener, toter Zeit. Das Mädchen Momo besiegt die grauen Herren und gibt so den Menschen ihre Zeit wieder zurück.