In verschiedenen Sprachen gibt es unterschiedliche Zeitformen, die unterschiedlich gebildet werden. In der hochdeutschen Sprache wird die Zeit auf drei verschiedene Weisen dargestellt.
- Die Zeitform des Verbs erlaubt die Unterscheidung von Gegenwart (Präsens) und Vergangenheit (Präteritum). Beispiele: Ich gehe. Ich ging.
- Die Angabe von Hilfsverben (haben, sein) erlaubt die Unterscheidung von Vergangenheitsformen wie Perfekt und Plusquamperfekt. Beispiele: Ich bin gegangen. Ich war gegangen. Außerdem dienen Hilfsverben (werden) zu Darstellung der Zukunft (Futur) Beispiele: Ich werde gehen. Ich werde gegangen sein.
- Möglich ist eine explizite Angabe des Zeitpunktes oder Zeitraumes. Beispiele: Jetzt gehe ich in die Schule. Morgen gehe ich in die Schule. Morgen werde ich in die Schule gehen. Es war gestern: Ich gehe da gerade die Straße entlang, da sehe ich einen Hundertzwanzigeuroschein.
Einen zeitlich anhaltenden Verlauf kann man auch mit Partizip angeben. Beispiel:
Das fließende Wasser …
Die Hopi-Sprache: Eine Sprache ohne Zeit?
Eine Untersuchung der Hopi-Sprache hat Benjamin Lee Whorf zu der umstrittenen Behauptung veranlasst, die Hopi-Sprache besitze kein Konzept für den Begriff der Zeit. Dies führte zur so genannten Sapir-Whorf-Hypothese oder linguistischen Relativitätsprinzip, nach der das Denken von den gesprochenen Sprachen abhängt.