Programmierung
- Von Artem Madonna
- Veröffentlicht 07.06.08
- Programmierung
-
Bewertung:
Nicht bewertet
Kurz zusammengefaßt
In vielen, insbesondere in kleineren Softwareprojekten, sind beide
Tätigkeiten auch nicht getrennt, das Programm entwickelt sich in diesen
Fällen in enger Wechselwirkung mit dem Entwurf und umgekehrt. In
größeren Projekten sind Entwurf und Programmierung (dann häufig als Implementierung
bezeichnet) getrennt. Der Programmierer bewegt sich dann bei seiner
Tätigkeit im Rahmen des Entwurfes; seine Aufgabe ist, die durch den
Entwurf beschriebene Wechselwirkung von ebenfalls dort beschriebenen
Softwarekomponenten durch Programmcode zu realisieren.
Dennoch ist auch Programmieren eine kreative Tätigkeit; ein
Entwurf gibt zwar einen Funktionsrahmen vor, doch kann dieser auf
unterschiedliche Art umgesetzt werden.
Die Programme werden in der Regel in einer Programmiersprache
ausgedrückt. In dieser Sprache formuliert der Programmierer
Algorithmen. Zunehmend wird er dabei durch Codegeneratoren unterstützt,
die zumindest Teile des Programmcode auf Basis von Modellen (die im
Entwurf entstanden) automatisch erstellen.
Qualitätskriterien
Gute Programmierung zeichnet sich zum
einen dadurch aus, dass die Funktionen, die die jeweils verwendete
Programmierumgebung bereitstellt, möglichst effizient genutzt werden.
Insbesondere geht es darum, für Aufgabenstellungen auf keinen Fall das
Rad neu zu erfinden, wenn bestimmte Funktionen schon durch die
Programmierumgebung bereitgestellt werden (beispielsweise in Form von
Bibliotheken). Gute Programmierer zeichnen sich also vor allem dadurch
aus, dass sie einen guten Überblick über den grundsätzlichen
Funktionsumfang und die Systematik der von der Programmierumgebung
bereitgestellten Funktionen (die in die tausende gehen können) haben.
Für eine definierte Aufgabenstellung können sie in entsprechenden
Dokumentationen dann schnell die bereitgestellten Funktionen
nachschlagen und einsetzen.
Zum anderen bedeutet gute Programmierung, wartbaren
Programmcode zu erzeugen. Das heißt, dass die Strukturen, nach denen
das Programm oder Programmodul funktioniert, möglichst selbsterklärend
sind, zudem aber auch durch Kommentare im Programmcode dokumentiert
sind. Dies verlangt vor allem, dass der Programmierer sich nicht
aufgrund der obigen Anforderung, kurzen und effizienten Code zu
erzeugen, dazu verleiten lassen darf, zu kurzen, "kryptischen" Code zu
erzeugen, der zwar ein paar Programmzeilen spart, aber nur noch von ihm
selbst verstanden werden kann.
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