Einmaliger Klartraum
- Von Tobias Lesch
- Veröffentlicht 06.06.08
Hier geht es um einen Klartraum, den ich vor einigen Monaten erlebt habe. Einmalig heißt, dass ich einen Klartraum überhaupt nur ein mal im Leben gehabt habe, an den ich mich erinnere.
Es gab einen Traum-Führer. Also eine zweite Person im Traum, die mich geführt hat. Er sollte mir etwas verstecktes (verborgenes) zeigen. Ich weis nicht, wie ich zu der Information gelangte. Vielleicht hat er mir das gesagt. Gefühlsmäßig war das zum Zeitpunkt so, als ob er mir das auf irgendeine Weise mitgeteilt hat.
Wir waren in einem Haus. In dem höchsten Geschoss. Also offenbar in einem Dachgeschoss. Aber nicht bewohnt, wie es in Deutschland üblich ist, sondern wie in Osteuropa (früher Sowjetunion) üblich. In einem offenbar 5-Stöckigen Haus, wo das Dachgeschoss mit irgendwelchen chaotisch liegenden, alten Dingen gefüllt ist.
Da gab es einen vertikalen Abstieg in einen Raum. Der Abstieg war mit irgendwelchen Dingen "verschlossen". Das heißt die alten Digen lagen einfach auf dem Abstieg und versperrten den Weg.
Der Traum-Führer hat den Abstieg geräumt und ich war plötzlich in einem Raum. Ich war allein. Ich "wusste", dass dieser Raum nicht real ist, und dass es ein Übergangsraum in andere Räume ist, wo ich die physikalische Gesetze beeinflussen kann. Es war mir KLAR, dass ich an einem Ort bin, wo ein Traum mit einer anderen - etwas reelleren - Welt angrenzen. Ein seltsames, fast esoterisches Gefühl an der Grenze von 2 Welten zu sein. Ich habe "gespürt" dass ich jetzt durch die Wand gehen kann um in einen anderen Raum (andere Welt) zu gelangen. So habe ich die Arme vor mir gestreckt und langsam gegen die Wand gegangen.
Die Wand hat sich wie ein seltsames Stoff eine Art Styropor-Gummi angespürt. Die Wand hat sich angespannt und ich bin dann mit etwas Widerstand durchgegangen. Dann war ich in einem anderen Raum. Jetzt waren wir zu zweit. Wir beide standen nicht auf dem Boden, sondern hängten in der Luft. Dabei war die Luft beträchtlich dichter. Ich hatte jedoch keine Probleme mit dem Atmen und habe darauf eigentlich gar nicht geachtet.
Als ich in dem Raum war, habe ich "gewusst", dass ich jetzt alles machen kann, was ich will. Ich habe die Luft im Raum praktisch so gespürt, als ob es meine "Verlängerung" war. Also ein Teil meines Körpers o.Ä. Die Luft hat sich sehr angenehm angefüllt. Warm, dicht wie Wasser und jedoch trocken. Dann habe ich die Luft schwingen gelassen. Ich habe kleinste Bewegungen mit Armen gemacht um Wellen in der Luft zu erzeugen.
Die Wellen sind von den Armen los gegangen, haben sich von den vorne liegenden Wenden gespiegelt und sind zurück "gekommen". Ich habe die Wellen dabei mit dem ganzen Körper auf eine angenehme Weise gespürt. Das Spiel hat mir gefallen. Ich war aber nach 2-3 Wellen wieder raus aus dem Zimmer.
An weiteres kann ich mich nicht erinnern. Es ist klar, dass ich mich im Traum wahrgenommen habe. Ich habe zwar nicht genau gewusst, das ich in einem Traum bin. Ich wusste doch, dass es keine reale Welt ist und das ich hier alles machen kann.
Erst jetzt kommt mit der Gedanke, dass ich mit der zweiten Person im Raum besser sprechen sollte, anstatt Wellen zu produzieren. Vielleicht war das eine Form meines Unterbewusstseins und könnte mir etwas interessantes über Vorgänge in mir mitteilen. Vielleicht deutet der Traum auf meine Leichtsinnigkeit in irgendwelchen Fragen. Wenn das letztere stimmt, dann kann das Unterbewusstsein Leichtsinn von nicht-Leichtsinn unterscheiden.
Obwohl ich im Traum teilweise verstanden habe, dass ich jetzt nicht in der Realität bin, war mein Bewusstsein doch ziemlich eingeschränkt. Die Kritikfähigkeit war auch zum größten Teil abgeschaltet. Der Traum war jedoch weit aus bewusster als alle anderen meine Träume und ich hoffe, dass ich wieder die Gelegenheit bekomme einen Klartraum zu erleben.
Tobias Lesch
Die Menschen sind eingeschränkte Lebewesen,
eingeschränkt durch eigene Methoden der Wahrnehmung.
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